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Arbeitsbesuch

Der EU-Abgeordneter Jakob von Weizäcker weilte zu Gesprächen im Werk Brotterode

Brotterode, August 25.

„Welche Bedeutung hat Europa für Ihr Unternehmen und welche Probleme sowie Perspektiven sehen Sie?“ Mit diesem Fragenkomplex kam der Europaabgeordnete Jakob von Weizsäcker im Rahmen eines Arbeitsbesuches, zusammen mit dem lokalen Bundestagskandidaten Christoph Zimmermann (beide SPD), am 25. August zur Automotive Lighting Brotterode GmbH.

„Wir haben eine gute Position bei hochkomplexen Frontscheinwerfern für PKW im Premiumbereich erreicht“, sagte Werkleiter Dr. Michael Alberti während der Vorstellung. Dabei gehe die Entwicklung im Unternehmen von der anspruchsvollen Kunststofffertigung immer mehr zur Elektronik als Schwerpunkt. Als Leuchtmittel würden fast ausschließlich LED-Leuchten und sogar Laserlicht zum Einsatz kommen. „Die Autohersteller geben die äußeren Parameter, wie Form und Design sowie die technischen Anforderungen, vor und wir entwickeln dann das Endprodukt“, so Alberti. Qualifizierte Fachkräften würden deshalb dringend gesucht, seien aber trotz guter Verdienstmöglichkeiten nur schwer zu bekommen.

Fehlende Angebote vor Ort, wie bei der Kultur sowie schlechte Bus- und Bahnverbindungen zu größeren Städten seien die Hauptursachen. „Neben einer guten Bezahlung muss die Attraktivität des Wohnens vor Ort gesteigert und das kulturelle Angebot verbessert werden“, sieht von Weizsäcker als Beispiel dafür eine Aufwertung des Theaters in Meiningen. Die Wirtschaft müsse hier stärker ihre Forderungen an die Politik artikulieren, so der Europaabgeordnete.

Zurückgehende Investitionsförderungen in Thüringen, hohe Energiekosten durch die EEG-Umlage und die unterschiedlichen Lohnkosten in Europa als Wettbewerbsfaktor waren weitere Diskussionsthemen mit den Führungskräften, die während des Besuches zugegen waren. Zwar sei man kein energieintensives Unternehmen, welches von den EEG-Zuschlägen befreit sei, habe aber immerhin sehr hohe Gesamtenergiekosten pro Jahr, gab Dr. Alberti im Gespräch mit dem EU-Politiker zu bedenken. „Sowohl bei der Verteilung der Lasten bei der schrittweisen Umstellung auf regenerative Energien als auch bei den Löhnen muss europaweit eine Harmonisierung erfolgen.“ Diese Angleichung sei aber politisch ein ganz schwieriger Prozess und müsse „sehr sensibel“ umgesetzt werden, machte von Weizsäcker deutlich. Ein erster Schritt in dieser Richtung sei mit dem Beginn der stufenweisen Angleichung der Netzentgelte in Deutschland getan. Das habe die SPD angeschoben.

Werkleiter Dr. Michael Alberti begrüßte zusammen mit den AL-Führungskräften den EU-Abgeordneten Jakob von Weizsäcker (Bild oben, Mitte links) und den lokalen Bundestagskandidaten Christoph Zimmermann (Bild oben, Mitte rechts; beide SPD) zu einem Arbeitsbesuch im Werk.

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